Immer auf der Suche nach (alten) Schätzen

Veröffentlicht auf von Bembelo

Einen ganz netten Artikel habe ich auf www.derwesten.de gefunden:

 

 

Immer auf der Suche nach „alten“ Schätzen

Wesel, 08.08.2011, Anna-Lena Kortenbusch

Wesel. Im Rahmen der PPP-Tage trafen sich passionierte Comic-Sammler bei einer Börse in der Gaststätte Endemann.

Wenn Sammler angesprochen werden auf das, was sich in ihren Regalen aneinanderreiht, von ihnen möglicherweise jeden Tag fein säuberlich abgestaubt und begutachtet wird, geraten sie häufig ins Schwärmen, und ihre Augen beginnen zu leuchten. Im Rahmen der PPP-Tage war das bei den Comic-Liebhabern so.

Zum Beispiel bei Michael Erbsland. Der 42-jährige und seine Frau verbringen ihre freie Zeit häufig mit dem Lesen von Comics. Wenn er nicht gerade unterwegs und auf der Suche ist, um eine seiner Lesereihen zu komplettieren. „Der ganze Keller steht voller Regale, in denen sich zusammen an die tausend Comics befinden“, erzählt Erbsland stolz.

Diese Zahl lässt erahnen, dass ihm die „sequenzielle Kunst“, wie die Bildgeschichten unter Fachleuten bezeichnet werden, nicht einfach nur zugeflogen ist. So manche Wochenenden hat er damit verbracht, in Duisburg, Düsseldorf oder Bochum nach den Exemplaren zu suchen, die er in seinen Regalen noch vermisst. Früher habe es in diesen Städten regelmäßige Comic-Börsen gegeben, bei denen um die Wette gefeilscht wurde. Aber wie bei vielen anderen Dingen auch hat das Internet hier seine Spuren hinterlassen, so dass die Zahl solcher Comic-Treffen zurückgegangen ist. Bei den PPP-Tagen gab es eines in der Gaststätte Endemann.

Das kleine Büchlein in seiner Hand zeigt: Die Wunschliste von Michael Erbsland ist noch lang. Er mag solche Treffen, denn im Internet zu kaufen sei risikoreich. „Ein echter Sammler sieht mit einem Blick, ob jemand gute oder schlechte Ware anbietet“, erklärt der 42-Jährige. „Fotos zeigen immer nur Ausschnitte, möglicherweise nur das halbe Deckblatt, und das reicht auf keinen Fall“.

Er legt Wert darauf, dass er gut erhaltene Bände in sein Regal stellt. Wenn es denn finanziell möglich ist. 150 Euro, maximal 200, gibt er für einen Comic aus. Dass es Menschen gibt, die durchaus mehr auf den Tisch blättern, zeigt ein Beispiel aus den USA. Dort hat ein Sammler jüngst für 1,5 Millionen Dollar einen der ersten Superman-Comics ersteigert.

Michael Erbsland ist froh, dass seine Lieblingsserie nicht die teuerste ist. „Tim und Struppi sind einfach die Besten“, meint er. Angefangen hat die Comic-Leidenschaft bei ihm aber nicht mit der Geschichte des jungen Reporters und seines treuen Foxterriers, sondern mit den Schlümpfen. Von denen bekam er zu seinem 15. Geburtstag eine Ausgabe geschenkt, bevor er mit 20 seine richtige Begeisterung für Comics entdeckte. Michael Erbsland begann zu kaufen, zu lesen und zu sammeln.

Gefunden auf www.derwesten.de         08. August  2011

 

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