Pause wegen Buchmesse --- jetzt geht es weiter

Veröffentlicht auf von Bembelo

 

Hallo,

 

ein paar Tage habe ich wegen zu viel Arbeit und dann wegen der Buchmesse, wo ich am Stand meines Freundes Eckart Schott - Verlag Salleck Publications - helfen durfte, pausiert.

 

Aber jetzt soll es wieder weitergehen.

 

Wie schon in der Vergangenheit, war die Buchmesser auch dieses Jahr sehr schön, allerdings war die Fazination Comics nur ein Abklatsch früherer Zeiten. Das Comic-Zentrum war zerfleddert, zwischen den wenigen Verlagen die noch da waren, waren irgendwelche Fantasy und Cosplay-Stände und ähnlicher Kram aufgebaut, so dass es unmöglich war, eine vernünftige Atmosphäre entstehen zu lassen. Reprodukt und Edition Moderne hatten sich ja, aus verständlichen, wenn auch für die Fans oftmals kaum nachvollziehbaren Gründen, in Halle 4.1 platziert, Splitter war gar nicht da und die beiden Big Player (Carlsen und Ehapa) kochen in Frankfurt ja seit geraumer Zeit ihre eigene Suppe.

 

Nichtdestotrotz konnte man auch in diesem Jahr zahlreiche nationale und internationale Künstler erleben, die zur Freude der Fans in den meisten Fällen bereitwillig zeichneten und somit der Einsamkeit des Ateliers für ein paar Tage entfliehen konnten. Besonders gefreut hat mich persönlich, dass das Album von Emile Bravo und Jean Regnaud:

"Meine Mutter ist in Amerika und hat Buffalo Bill gesehen" mit dem deutschen Jugendbuchpreis ausgezeichnet wurde.

Emile und Jean haben mit diesen Buch wirklich einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zur Anerkennung des Comics als Kulturprodukt in Deutschland abgeliefert. In ihrer Heimat Frankreich ist dies ja schon seit vielen Jahren so.

 

Eckart Schott hatte mit Francois Walthéry das franco-belgische Segment ebenfalls hochkarätig bedient und Francois, der ja ein lustiger Zeitgenosse und ein unermüdlicher Arbeiter ist, hat in ungezählten Alben, Büchern und auf Blättern seinen Fans eine große Freude bereitet.

 

Allerdings bin ich sicher, dass die meisten Comicprofis froh sind, dass die Buchmesse dieses Jahr wieder geschafft ist, denn, von den nicht ganz unerheblichen Kosten die die Buchmesse mit sich bringt, ist es auch in allen Fällen ein personeller und logistischer Kraftakt der bewältigt werden muss.

 

Trotz allem:   Es hat wieder Spaß gemacht.

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