Franquin - Schwarze Gedanken

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André Franquin “Schwarze Gedanken”

Die dunkle Seite des Marsupilami Erfinders

 

  

 

André Franquin ist den meisten wohl eher als Zeichner des putzigen Marsupilamis oder dem pfiffigen Detektivpaars “Spirou & Fantasio” bekannt. Dass es auch andere Seiten des belgischen Zeichners gab, offenbart seine bitterböse und zutiefst zynische Sammlung “Schwarze Gedanken”, in denen  der stets unter Depressionen leidende Franquin weniger Geschichten sondern eher eine Welt am Abgrund skizziert, die von Umweltkatastrophen, Krieg und Intoleranz geprägt ist.  “Schwarze Gedanken”  ist im Gegensatz zu den anderen leicht-beschwingten Werken des Belgiers ein nahezu unverdaulicher Brocken, der einem stets das Lachen im Halse stecken bleiben lässt. Auf eine erlösende Pointe oder ein “Alles gar nicht so schlimm” – Moment wird fast komplett verzichtet. Der Comic zeigt dennoch jedem, der sich drauf einlässt, eine verstörend faszinierte Gedankenwelt , in der Raucher in den Tod getrieben werden,  sich Anhänger der Todesstrafe aus Versehen selber enthaupten, Gejagte zu Jägern werden und jemand tatsächlich eine absurde Selbstmord-Wette gewinnt

 

 

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