Der Turbotraction ersteht mit deutscher Hilfe

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Turbotraction 2 von Zoulllien.

 

Foto von flickr.com

 

Die Renaissance des «Turbotraction 2»
Drei Studenten der Fahrzeugtechnik an der Fachhochschule Köln entwickelten im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit den «Turbotraction 2». Das Fahrzeug existierte bisher nur in den Heften des belgischen Comisautors André Franquin. Jetzt ist es ganz real auf der Automobilmesse Autoworld Brüssel bis zum 15. April 2007 zu bestaunen und der Mittelpunkt der Sonderausstellung «Le Monde de Franquin».

Zusammen mit der Mailänder Karosseriemanufaktur Gran Turismo Milano und dem an der Fach-hochschule Köln erlernten Know-how der drei Studenten Dino Demma, Daniel Justen und Sebastian Zander entstand innerhalb von 12 Monaten dieses ungewöhnliche Fahrzeug im Design der 50er Jahre. Im Rahmen seiner Diplomarbeit modellierte Daniel Justen zusammen mit einem Designer das 3D-Flächenmodell des Fahrzeugs mit Hilfe von CATIA V5 am Computer. Dieses 3D-CAD- Modell war die Basis für den Aufbau des Fahrzeugs. Für die weitere Umsetzung zeichnete Dino Demma in Zusammenarbeit mit den Karosseriebauern von Gran Turismo Milano verantwortlich. Der Diplomand wurde dabei von Sebastian Zander unterstützt, der im Rahmen seines Praxissemesters Bauteile und Komponenten für das Fahrzeug entwickelte und simulierte. Die von Hand gefertigte neue Aluminiumkarosserie wurde auf die angepasste Struktur eines Serienfahrzeugs montiert. Die dazu nötigen weitreichenden Veränderungen am Basisfahrzeug forderten das gesamte erlernte Können der drei Studenten.

Im Rahmen einer feierlichen Präsentation auf der Automobilmesse Autoworld Brüssel wurde das Fahrzeug dem Publikum präsentiert. Es ist Mittelpunkt der Sonderausstellung «Le Monde de Franquin» über Leben und Werk des belgischen Comicautors André Franquin. Unter ihm entwickelte sich die Serie «Spirou und Fantasio» zu einem der großen Comic-Klassiker der 40er und 50er-Jahre. Zu den beiden wichtigsten Figuren Franquins gelten das Fantasiewesen Marsupilami und Gaston Lagaffe.

Bereits bei der Präsentation wurde der «Turbotraction 2» von den zahlreichen Fans und Messebesuchern bewundert und vielfach hoch gelobt. So konnten nicht nur die drei Studenten zufrieden auf ihre Arbeit zurückblicken. Auch Prof. Frank Herrmann vom Institut für Fahrzeugtechnik, der die drei Studenten betreute, zeigte sich sichtlich beeindruckt: «Ich bin stolz auf das, was die Studenten erreicht haben. Dies war die erste Beteiligung der Fachhochschule Köln an einem internationalen Gesamtfahrzeugprojekt.»

Der «Turbotraction 2» ist bis zum 15. April 2007 auf der Messe ausgestellt. Danach geht er ihn die Sammlung eines monegassischen Privatiers über, der die Herstellung des Automobils in Auftrag gegeben hat.

 

Veröffentlicht am 7.11.2006 auf:

 

http://www.verwaltung.fh-koeln.de/aktuelles/2006/11/verw_msg_00846.html

 

 

 

 

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