Cowboys und Monster / Christophe Blain

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Cowboys und Monster

 

von Christian Gasser

Ein verlotterter Bahnhof mitten in der amerikanischen Prärie. Ein Mann in einem staubigen Mantel steht neben dem sich im Nichts verlierenden Schienenpaar und dreht sich eine Zigarette. Dann stampft und keucht der Zug heran - aus dem Rauch schält sich eine attraktive junge Dame. Der Cowboy führt sie in seiner Kutsche zu einem herrschaftlichen Anwesen. Sie lieben sich – und ein paar Tage später muss Clem, so der Name des Schwerenöters, zurück zur Arbeit: Banken überfallen...

Der zweite Band der Western-Comic-Serie "Gus" des Comiczeichners Christophe Blain heißt "Schöner Bandit [http://www.reprodukt.com/product_info.php?products_id=336]" und ist jetzt erschienen. In Blains wildem Westen sind es nicht Kuhherden oder Buffalos, nicht Freiheit und Schießkünste, die die Herzen der Männer bewegen – sondern es ist der Eros, der sie im Griff hat und sie zu erbärmlichen Gestalten macht.

Ob Piraten oder Cowboys, Matrosen oder Monster – der französische Comic-Autor Christophe Blain schlägt seine Leser dank seiner Fabulierlust und seiner lebendigen Zeichnungen in den Bann. Blain bürstet die klassischen Genres gründlich gegen den Strich und hat sich damit als einer der erfolgreichsten und unterhaltsamsten Comic-Autoren Frankreichs durchgesetzt.

 

 

Erschienen bei  

DRadio Wissen – Kultur

Beitrag vom 19.03.2010 15:18 Uhr

 

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